2000: Nach jahrelangem Träumen von einem Festival in der Dong wird unter musikbegeisterten Freunden während eines lustigen Umtrunks im September der erste konkrete Gedanke einer Metalparty in diesem ländlichen Ortsteil Neukirchen-Vluyns gesponnen. Man denkt allerdings eher an ein Metal-Zeltlager, als an eine Open Air Veranstaltung. Da die Zielgruppe in erster Linie die Gemeinde um die Walismus Homepage sein soll, die sich seit 1999 entwickelt, trägt das Projekt zuerst den Namen „Walistentreffen“ und soll in den Sommermonaten des folgenden Jahres stattfinden.
2001: Im April beginnt die Realisierung des Walistentreffens. Organisatoren sind die acht ersten „Erleuchteten“ des Walismus´, zu diesem Zeitpunkt noch allesamt Teenager. Schnell stellt man überrascht fest, dass sich Dinge wie Equipment, eine Bühne und sogar Bands für wenig Geld beschaffen lassen, und so wird aus der Idee des Zeltlagers die eines unkommerziellen und abwechslungsreichen Open Airs. Zum ersten Mal fällt der Begriff „Dong Open Air“, welches schließlich am 18. und 19. August auf einem privaten Feld in der Dong stattfindet und etwa 150 Besucher anlockt. Zwölf junge Bands sind geplant, jedoch nur neun finden sich schließlich auf der 16m² Bühne wieder. Da den Organisatoren das Ereignis trotz aller Pannen als ein großer Spaß in Erinnerung bleibt, möchte man die Sache ausbauen, und so beginnen bereits im Dezember die Planungen zum D:O:A 2002.
2002: Am 19. und 20. Juli findet das D:O:A 2002 unter dem Motto „Die geilste Gartenparty der Welt“ statt und wartet mit vierzehn Bands verschiedenster Metal-Kategorien und Folk auf, angeführt von Adorned Brood als Headliner. Etwa 300 Besucher beehren das Gelände und feiern im Festzelt, welches die Bühne nun beherbergt. Zwar werden die Organisatoren im Anschluss sowohl von den Besuchern, als auch den Bands mit Lob und Dank überschüttet, allerdings machen die Anwohner eine Fortsetzung auf demselben Gelände im Folgejahr unmöglich. Auf der Suche nach einem neuen Platz wendet man sich an das Kulturamt von Neukirchen-Vluyn, welches sich bereit erklärt, die Sache zu fördern, und den Sportpark Klingerhuf als Veranstaltungsort zur Verfügung stellt. Bereits im September beginnen die Planungen und Kontakte zu international bekannten Metal-Bands werden hergestellt.
2003: Das Orgateam ist auf elf Personen angewachsen und man erkennt, dass das ursprüngliche Projekt mehr als genug Potential besitzt, um eine feste Institution mit Bekanntheit zu werden. Zu einem Zeitpunkt, wo es die Organisatoren wagen, sich Veranstalter zu nennen, offenbart sich, dass der Sportpark entgegen den Erwartungen nicht zur Verfügung steht. Nach kurzer Zeit in Ungewissheit, steht der Gipfel der Halde Norddeutschland als neuer Veranstaltungsort fest. Die Halde stellt einen aus Bergbauabraum künstlich geschaffenen und begrünten (glücklicherweise in der Dong gelegenen) Berg dar, der das höchste Objekt der Stadt und traumhafter Veranstaltungsort ist. Mit gestärktem Enthusiasmus sowie Skyclad, Adorned Brood und Night In Gales als Headliner gehen die Veranstalter dem D:O:A 2003 am 18. und 19. Juli unter dem Motto „Run To The Hill“ entgegen.
2004: Wieder gibt man sich Mühe, einen bekannten Headliner zu finden und an den Erfolg des Vorjahres anzuschließen. Mit der Verpflichtung des schwedischen Ausnahmemusikers Vintersorg, sowie Suidakra und My Darkest Hate gelingt dies auch. Weitere 15 Bands aus drei Nationen, ausgewählt aus 180 Bewerbungen von nah und fern, sorgen für ein ausgefülltes, im Vergleich zum Vorjahr um vier Bands aufgestocktes, Programm, welches mehr als 1000 Besucher lockt. Zum ersten Mal stehen auch Merchandise Stände auf dem Gelände und auch zum ersten Mal (!) hat das Festival einen professionellen Mischer. All das kann allerdings den Sturm, der am Samstagabend aufzieht, nicht davor zurückhalten, dutzende Zelte zu zerstören, sowie Backstage- und Eingangsbereich zu verwüsten und die Technik lahm zu legen. Dennoch gelingt es Dank der Hilfe von Freiwilliger Feuerwehr, THW und DRK Notunterkünfte zu errichten und das Festival fortzuführen, denn Proberaumequipment ermöglicht die noch ausstehenden Auftritte von Seraphim, Disillusion und Vintersorg. Einzig Delirious müssen in den sauren Apfel beißen, und werden wegen des Sturms erst 2005 auf der Bühne in der Dong stehen, denn selbst Odin kann das D:O:A 2005 nicht verhindern.
2005: Die Solidaritätswelle seitens des Publikums nach dem Sturm des Vorjahres lässt vermuten, dass in diesem Jahr noch mehr möglich sein wird und so beschließt man, anzubauen: Das Bühnenzelt wächst von 200m² auf 450m², die Bühne von 46m² auf 72m². Es wird nicht nur vergrößert, sondern auch verbessert: Stromausfällen wird mit einer hohen Redundanz bei den Generatoren vorgebeugt, die sanitären Anlagen werden aufgestockt und besser gepflegt, der Weg den Berg hinauf wird erstmals anständig ausgeleuchtet, die Organisation vor Ort läuft lückenloser und einiges mehr wird getan. All dies war auch notwendig, denn die Headliner Finntroll, Skyclad (feiern ihr 15. Jubiläum mit einer Doppelshow), Elvenking und Delirious ziehen 1500 Besucher auf den Berg, 500 mehr als im Vorjahr. Der Zeltplatz ist rappelvoll und nicht nur bei den Headlinern ist das Bühnenzelt prall gefüllt. Kein Wunder, denn das Gros der 19 Bands im Programm wurde aus knapp 500 Bewerbungen aus ganz Europa und darüber hinaus ausgewählt. Somit hat das erstmals ausverkaufte D:O:A in diesem Jahr sein vorläufiges Maximum sowohl an Besuchern, als auch an Bands erreicht. Zum Problem werden nur die drastisch gestiegenen Kosten der Brandsicherheitswache auf dem Berg, die sich im Folgejahr in höheren Eintrittspreisen wiederspiegeln könnten. Dennoch wird sich der Preis wohl nicht allzuweit von den diesjährigen 16€ Vvk und 19€ Ak entfernen, so dass das Dong weiterhin auch preislich eine höchst attraktive Sache bleiben wird.
2006: Zum ersten Mal können sich die Organisatoren ihren Wunsch erfüllen, für beide Programmtage jeweils zwei Bands mit bemerkenswertem Bekanntheitsgrad als Headliner zu buchen. Turisas, Rotting Christ, Savage Circus sowie Die Apokalyptischen Reiter sagen ihr Kommen zu. Wie im vorangegangenen Jahr erreichen außerdem mehrere hundert Bewerbungen unterschiedlichster Bands der Dong-typischen Genres das Team und man widmet sich erneut einem zweiwöchigen Listening-Marathon in der dunklen Jahreszeit. So setzt sich ein Programm aus 19 Bands zusammen, welches so sehr zu überzeugen weiß, dass es wieder zum Ausverkauf kommt. Diesmal allerdings gehen die letzten Karten (22€) bereits einen Monat vor dem Festivaltermin über die virtuelle Theke. Weitere Neuerungen machen das Festival hier und da noch etwas attraktiver: Das Imbissangebot wird aufgestockt und das Bühnenbild verschönert. Erstmals lässt sich ein Personenshuttle den Berg hinauf einrichten und die sanitären Anlagen werden ausgebaut. Am 14. und 15. Juli geht das sechste Dong Open Air bei fantastischem Wetter vor einem Publikum über die Bühne, welches - obwohl für seine Hochstimmung und Ausdauer bekannt - nie besser war und sogar schon bei der ersten Band am Samstag mittag das Zelt komplett füllt. Die Bands lassen sich anstecken und sogar die Reiter, die am selben Tag schon anderswo aufspielten, gastieren in Überlänge. Am Vortag lieferten Turisas die aufwändigste Show ab, die das Dong bisher zu Gesicht bekam.
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